Roboterliebe (der dänische Zusatz)

20121220-073852.jpgEiner der Geschichten die außerhalb dänischen Kulturkreisen wohl am schwersten zu interpretieren ist, ist die Geschichte Der dänische Zusatz.

Die Robotergesetze
Ich habe die Geschichte bereits 2009 geschrieben, gerade nachdem ich Asimows “I, Robot” fertig gelesen hatte. Weil ich bei meinem Ingenieurstudium gelernt hatte zu programmieren, fiel es mir schwer die drei Robotergesetze rein technisch ernst zu nehmen, somit ist die Idee Asimovs, mit der Begrenzung der Handlungsfreiheit durch diese Gesetze, für mich intellektuell zu verstehen.

Jantegesetz
Alle Dänen sind mit dem Jantegesetz, das der dänisch-norwegische Verfasser Axel Sandemose in seinem Roman Ein Flüchtling kreuzt seine Spur (1933), beschreibt aufgewachsen. Möglicherweise bin ich der Einzige der die Geschichte des Jantegesetzes so interpretiert, aber meiner Meinung nach unterdrücken die Bürger von Jante einander und Neuankömmlinge, weil sie Angst haben vor dem was anders ist, da es möglicherweise ihre Machtposition herausfordert. Ihre Selbstauffassung und Eigenwichtigkeit würde vom Anders-denken bedroht sein.
Dieser Gedanke ist universell, und nicht nur auf Dänen beschränkt, nur haben wir Dänen einen Roman auf den wir greifen können, um diesen Zustand, der durch die zehn Jantegesetze definierte worden ist, zu beschreiben und begreifen.
Wenn es irgendwann einmal in der Zukunft dazu kommen würde, dass Roboter die meiste Arbeit übernommen haben, die langweiligen, schmutzigen und gefährlichen Aufgaben, CRM (Customer Realtions Management) ausgeweitet auf Verkauf und zunehmend, im wie im Internet, von Verkaufsrobottern durchgeführt, dann wird der Mensch sich fragen, inwiefern er er dem Roboter noch gewachsen ist, und wir er ihn noch überlegen sein kann.
So ist diese Geschichte entstanden. Im Verlauf des Schreibens, hat die Grundlage sich ein wenig geändert, und anstelle sich nur um das Verhältnis zwischen Menschen und der Technologie die er erfunden hat um sich letztendlich überflüssig zu machen dreht, nun sich auch mit dem Verhältnis des Menschen zu sich selbst befasst.

Die Geschichte wurde für den Niels Klim Preis 2011 für beste dänische science fiction Kurzgeschichte vorgeschlagen.

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